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Rezension zu “Tödliches Andenken” von Simon Geraedts

Ein Autor der mehr Beachtung verdient.

Simon Geraedts ist ein sympathischer Autor, der in seinen Newslettern gern über sich und seine Arbeit erzählt. Auf diesem Weg hatte ich auch von der Erscheinung dieses Werkes erfahren. Ich war gespannt, wie die Ankündigung und die Erscheinung zueinander passten.

Ich musste dieses Buch kaufen.
Das Cover ist ein gelungener Blickfang, die Farbkombination perfekt gewählt. Die in roter Farbe abgebildeten Samen des Wunderbaums, aus denen man das tödliche Gift Rizin gewinnen kann, lassen die Fantasie anlaufen. Dazu der Klappentext »Erzähle mir deine Geschichte, Kathi. Aber wenn du mich langweilst oder anlügst, bist du tot.« – Ein perfekter Start.
Der Text ist professionell lektoriert und korrigiert und beinahe fehlerfrei. Auch der Buchsatz wurde professionell erstellt.

Die Story.
Die Buchidee kam mir zunächst bekannt vor. Doch mit seinen unvorhersehbaren Wendungen zeigte sich schnell, dass hinter diesem Buch mehr steckt. Der rote Faden der Geschichte blieb jederzeit klar erkennbar, ich habe niemals den Überblick verloren.

Die Spannung.
Bereits mit den ersten Zeilen konnte der Autor mich in das Buch ziehen. In rasantem Tempo wird die Verfolgung der Protagonistin Katrin beschrieben – die Zeilen rasen nur so vorbei, die Bilder im Kopf sind real wie vor einer Leinwand.

Konnte der Autor das Tempo halten?
Die Spannung war von der ersten Zeile an gegenwärtig. Doch konnte der Autor das aufrecht erhalten? In seinem Nachwort beschreibt Simon Geraedts, dass er ein Drittel des Entwurfes ausgedünnt hat. Das ist eindeutig zugunsten des Tempos erfolgt. Denn bis zur letzten Zeile erleben wir einen rasanten Thriller, der am Ende mit überraschenden Wendungen aufwartet. Die Zeit während des Lesens verging unkontrolliert: Lesefortschritt 11 % – die Geschichte prasselte weiter: Lesefortschritt 24 % – ich konnte nicht aufhören, zu lesen: Leseforschritt 52 % … Das Buch las ich in einem Zug.

Der Schreibstil.
Der Schreibstil ist packend und flüssig, zu keiner Zeit finden überflüssige Berichte statt. Jeder Satz ist gekonnt abgewogen, Wortwiederholungen reduziert, die Satzlängen sind optimal. Immer wieder gibt der Autor ein Bild von der Umgebung, zeigt dann die Gedanken der Protagonisten und wartet ständig mit Hindernissen auf, die den Leser Fingernägel knabbern lassen.

Die Charaktere.
Die Charaktere waren von der Anzahl angenehm sortiert und in ihren Tiefen sehr anschaulich beschrieben. Die Figuren mochte oder hasste ich, auch das ist dem Autor gelungen. Die Handlungsweisen der Protagonisten ist teilweise haarsträubend, erschreckend, entsetzlich, doch zu jeder Zeit authentisch und nachvollziehbar.

Die Handlung.
In sich geschlossen, überzeugend und am Ende mit befriedigender Auflösung ist dem Autor eine homogene Konstruktion gelungen.
Der Nachgang:
An dieses Buch werde ich noch lange denken. Das Ende war ein furioser Cliffhanger, der Raum zu eigenen Ideen ließ und das Erinnern noch einmal verstärkte.

Fazit:
Ein fulminant gutes Buch, das mit grandioser Spannung aufwartet, von einem Autor, der das Handwerk beherrscht.

Als Autor meinen großen Respekt, als Leser meine klare Empfehlung.

Wie ist Ihre Meinung dazu?

P. s. Das Nachwort in Simon Geraedts Buch fand ich einen Artikel für sich wert. Lest hier selbst: 

https://www.joerg-piesker.de/simon-geraedts-nachwort-zu-toedlichesandenken/

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