Interview mit Andrew Holland

Von Jörg Piesker – PᴀɪɴAᴜᴛʜᴏʀs – 17.02.2021

 

Andrew Holland ist 1970 in der Nähe von Washington geboren und hat vor zwanzig Jahren in Frankfurt am Main seine große Liebe gefunden und geheiratet.

 In seiner Freizeit denkt er sich gerne Geschichten aus und treibt viel Sport. 2016 trat er das erste Mal für den Iron Man an und kam nach elf Stunden ins Ziel.

Die Idee zu seinem Debütroman »Wie sehr willst du leben?«, hatte er, als er darüber nachdachte, wie sehr man an seinem eigenen Leben hängt. Wäre man bereit, es für ein anderes zu opfern?

Andrew Holland hat in diversen Zeitschriften bereits kurze Detektivromane veröffentlicht.
Er lebt glücklich mit seiner Familie in der Nähe der Gebrüder-Grimm-Stadt Hanau.

 

 

Danke für deine Zeit Andrew. Bist du hauptberuflicher Schriftsteller?
Nein. Ich arbeite selbstständig als Messe- und Ladenbauer, also Franchise-Ketten, deren Showrooms einen neuen Anstrich bekommen. Manchmal auch kleinere Shops.

 

Du hast 2016 mit »Wie sehr willst du leben« deinen Debütroman veröffentlicht. Inzwischen zähle ich sechzehn Romane, das sind in etwa drei Romane pro Jahr. Wie schaffst du das nebenberuflich?
Es sind wohl eher 13 Thriller 😊 Du hast die Sammelbände dazugerechnet. Meistens schreibe ich nach der Arbeit und dem Sport. Da ich viel unterwegs bin und in Hotels übernachte, nutze ich die Abendstunden auf dem Zimmer.

 

Bist du ein eher gutmütiger Mensch oder ein eher knallharter Typ?
Ich bin sehr geduldig, meine Frau kann das bestätigen. Im Beruf bin ich allerdings knallhart, das gehört in dem Job dazu.

 

 Was gefiele dir mehr, der knisternde Kamin zuhause oder der Check-in zum nächsten Flug in ein neues Abenteuer?
Der Flug in ein Abenteuer mit der Aussicht auf ein Zimmer mit knisterndem Kamin 😊

 

Du bist in Amerika geboren, lebst und arbeitest in Deutschland. Wo wirst du alt werden?
Wir wohnen in Hanau und ich denke nicht, dass wir auswandern werden.

 

Magst du das Leben in der Großstadt oder lieber ein ruhigeres Zuhause, etwas abseits?
Es hat sicherlich beides seinen Reiz, aber da ich viel unterwegs bin und mit Menschen zu tun habe, ist mir ein ruhigeres Leben lieber.

 

Du treibst viel Sport, was genau tust du?
Laufen, schwimmen, Radfahren, Ausdauertraining, Klettern.

 

Wie sieht ein typischer Tag bei dir aus?
Früh aufstehen, die Pläne durchgehen, Mitarbeiter einteilen, Werkzeug prüfen, Kundengespräche vor Ort und Aufbau.

 

Wie sieht dein Schreib-Arbeitsplatz aus? Brauchst du viel Equipment oder kannst du als Schreibnomade arbeiten?
Ich brauche nicht viele Dinge. Technik und ich passt nicht gut zusammen. Manchmal diktiere ich etwas in mein Smartphone, meistens habe ich einen Laptop und arbeite damit.

 

Naschst du, rauchst du oder trinkst du Kaffee beim Schreiben?
Nein, wenn dann nur Tee oder Wasser. Naschen ist ungesund 😊

 

Deine Geschichten haben immer eine moralische Botschaft. Leser*innen berichten, dass sie nach dem Lesen oft über das Buch nachdenken. Ist das gewollt?
Aber ja. Wenn ich nur ein paar Menschen erreichen kann mit meinen Aussagen, habe ich etwas hinterlassen. Was mir besonders Freude bereitet, wenn ich jemanden zum grübeln bringen kann. Wenn die Leser tatsächlich Mitleid mit dem Täter haben. Die Grenze zum krassen schwarz/weiß aufgeweicht wird.

 

Du schreibst so, dass man Bilder vor seinem inneren Auge sieht, und nicht aufhören möchte zu lesen. Das können nicht viele. Ist das Talent oder hast du das erlernt? Und wie ist dir als Nicht-Muttersprachler das gelungen?
Das ist sehr nett, danke für das Kompliment. Ich habe viele Kurse besucht und viel gelesen. Und ich bin eigentlich so gesagt kein nicht-Muttersprachler, da meine Mutter Deutsche ist 😊

 

»Die Dunkelheit fließt durch jede seiner Poren, verschließt seine Sicht auf irgendwas, das er nicht sehen soll und auch nicht sehen will«. Dieser erste Satz aus »Du warst ganz allein« hat mich sofort auf schaurige Weise in das Buch gezogen. Wie wichtig ist für dich der erste Satz eines Romans?
Puh, manchmal grübele ich sehr lange über den ersten Satz. Ich habe teilweise sogar das Gefühl, wenn ich die Hürde über den ersten Satz selbst nicht schaffe, wird das ganze Buch nichts 😊 Deshalb ja, der erste Satz ist sehr wichtig für mich.

 

Wie plottest du? Hast du ein exaktes Konzept oder eine grobe Linie, an der du entlang schreibst?
Ich habe viele Notizbücher und gelbe Zettel. Meistens ist es eine grobe Linie, wie Du so schön sagst. Und dann hefte ich die gelben Zettel dran 😊

 

Was ist zuerst da, das Cover oder die Romanidee?
Die Idee. Und wenn ich davon meiner Frau erzähle, entwirft sie sofort ein Cover, um mich unter Druck zu setzen, damit ich es auch niederschreibe. Aber ich bin schlau und erzähle ihr nicht mehr jede Idee. Aber pst. Das bleibt unser Geheimnis 😊

 

Wie wichtig sind dir Rezensionen und wie gehst du mit einer Neid-Rezension um?
Was ist eine Neid-Rezension? Ich finde die Bewertungen immer sehr hilfreich, ob positiv – dann weiß ich, was dem Leser/in besonders gefallen hat – oder negativ – dann kann ich daran arbeiten, es besser zu machen.

 

Bei deinen Aktionen verschenkst du oftmals schöne Schreibblöcke, Tassen, Lesezeichen und vieles mehr. Sind das deine Ideen oder steckt Simone dahinter?
Ich bin da wirklich trostlos. Simone ist da eher das Brain, was Marketing betrifft.

 

Wie bist du auf die Idee der ›Violent-Crime-Unit-Reihe‹ gekommen? Worum geht es dabei? Wir kennen Detective Callum bereits aus der Howard-Caspar-Reihe, wie kommt der Detective in diese neue Reihe?
Ich habe festgestellt, dass die Figuren um Vincent Callum sehr gut ankamen und beschlossen, daraus eine eigene Reihe zu machen. »Du warst ganz allein«, der erste Teil aus dieser Reihe, war auch glücklicherweise sehr beliebt und kam gut an.

 

Was ist dein nächstes Projekt und wann wird es veröffentlicht?
Der zweite Teil aus der Reihe ist seit heute fertig und bereits bei der Lektorin. Genau kann ich nicht sagen, wie lange sie braucht und ob noch viel am Text gemacht werden muss. Ich halte mich mit Daten immer zurück, weil bei mir immer viel dazwischen kommen kann.

 

Raus mit der Sprache, worum geht es dabei?
Es beginnt mit harmlosen Kinderstreichen und endet mit der Entführung eines achtjährigen Jungen. Allen Streichen voraus geht eine geköpfte Krähe, die eine Botschaft überbringt. Was dahinter steckt und mit welchem Motiv ein irrer Psychopath vorgeht gibt es dann in »Sie sind nicht schuld« 😊

 

 

Danke für das Interview, lieber Andrew. Ich wünsche dir Glück und Gesundheit und mit deinem neuen Thriller »Sie sind nicht schuld« ganz viel Erfolg.
Vielen Dank für die spannenden Fragen und Dein Interesse 😊

 

 

Andrews aktuelles Buch aus der ›Violent-Crime-Unit-Reihe‹ ist Bestseller. Alle Teile der Reihe sind unabhängig lesbar. “Du warst ganz allein” ist Teil 1 der neuen Thriller-Reihe.

 Kontakt zum Autor:
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