Als alle Daten futsch waren

Wer einmal alle Daten verloren hat, der denkt künftig an Datensicherung

 

Ich war jahrelang eingefleischter APPLE Fan. Was mich begeisterte war die unglaubliche Innovationskraft von Steve Jobs, der ein Visionär und Macher war. Die Rechner von Apple waren großartige Hardware, die unendliche Haltbarkeit, gute Bedienbarkeit und absolute Zuverlässigkeit verkörperten. Mit dem Tod von Steve Jobs änderte sich viel. Die Innovationskraft von Apple ist nur noch ein Schatten früherer Jahre, stattdessen setzen die Macher nun darauf, Kunden auf andere Weise an sich zu binden.

Was war geschehen?
Immer häufiger hatte sich die Werbung von Apple für ihre I-Cloud eingeblendet, bis sich schließlich eines Tages nachgab und den Button drückte. Bislang hatte ich Dropbox genutzt und dachte, ich probiere einmal das Gegenstück von Apple. Ohne zu ahnen, welches Desaster sich damit für mich in Gang setzen würde. In der Exploreranzeige waren fortan hinter den Dateien Wölkchen als kleine Grafik zu sehen. Ich wunderte mich, dass ich Dokumente immer aus der Cloud holen musste. Viel zu spät bemerke ich, dass die Dateien nicht mehr auf meiner Festplatte befanden, sondern nur noch in der Cloud existierten. Fehlermeldungen häuften sich, da die kostenlose Speicherkapazität bei Weitem nicht ausreichend war. Ich zögerte jedoch, die kostenpflichtige Erweiterung zu kaufen, was zur Folge hatte, dass immer mehr meiner Daten verschwanden. Ich hatte damals seit zwölf Jahren Apple Computer und war durchaus in der Lage, mich zurechtzufinden. Doch meine Daten blieben unauffindbar. Da auch nach tagelanger Online-Suche keine Lösung für dieses Problem zu finden war, suchte ich mir einen lizenzierten Apple Premium Reseller in Berlin Steglitz und vereinbarte dort einen Termin. Ich schilderte mein Problem und selbst der Fachmann hatte keine logische Erklärung für die Art des Backups. Der viel zu kleine I-Cloudspeicher hatte als Überlaufspeicher funktioniert und regelmäßig die ältesten Dateien gelöscht. Unwiderruflich!

Ich war fassungslos.
Die Schreibarbeit von vielen Jahren war verschwunden. Sehr wahrscheinlich wird auf einer x-beliebigen Seite zu lesen gewesen sein, dass Apple die Daten löscht, wenn man nicht freiwillig die Speichererweiterung kauft. Jedoch kenne ich niemanden, der bei der Planung von Backus auf eine so schräge Idee kommt.

Mein Entschluss war radikal.
Ich konnte es einfach nicht fassen, dass wirklich alle Daten verschwunden waren. Mehrere Romane in verschiedenen Stadien der Planung oder gar Fertigstellung waren vernichtet. Nur teilweise hatte ich noch alte Papieraufzeichnungen. Ich fühlte mich, als wäre ich überfallen und beraubt worden. Alle Apple Geräte habe ich rigoros verkauft und mir Windows Computer zugelegt.

Was ich in Zukunft nach ausgiebiger Beratung anders mache:
1. Datensicherung: Konfiguration einer D: Platte auf meinem Rechner
2.+3. Datensicherung: Ein Synology NAS Server mit 2 x 3 TB Festplatten von WD Red
4. Datensicherung: Eine externe Toshiba Festplatte mit 1 TB
Ergebnis: Meine Daten sind sicher. Selbst, als eine der beiden WD Red Festplatten ihren Geist aufgab, waren meine Daten noch 3 x an anderen Stellen gesichert.

Toller Nebeneffekt: Mit Synology Note habe ich meine Notizen in meiner eigenen Cloud immer dabei. Ideen, die ich unterwegs notiere, werden synchronisiert und ich kann zuhause weiter daran arbeiten.

Denken Sie rechtzeitig an eine fachgerechte Datensicherung.

 

 

 

Newsletter von Jörg Piesker abonnieren


+++ Neuigkeiten +++ Verlosungen +++ Hintergrundinformationen +++

Klicken Sie jetzt auf "Abonnieren", damit Sie wichtige Neuigkeiten per E-Mail erhalten und kein Gewinnspiel verpassen.


Pin It on Pinterest

Share This